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Ein Zeichen der Einigkeit: AIV Berlin nun AIV Berlin-Brandenburg
Berlin und Brandenburg haben schon immer voneinander profitiert. | Foto: Bild von Valentin Sonntag auf Pixabay

Ein Zeichen der Einigkeit: AIV Berlin nun AIV Berlin-Brandenburg

30. Juni 2020


Nach 196 Jahren beschließen die Mitglieder des Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. (AIV) den Namen in AIV Berlin-Brandenburg umzubenennen. Es ist eine symbolische Handlung, die die Zusammenarbeit der zwei Bundesländer verdeutlichen soll.

Eine lang anstehende Entscheidung

So unterschiedlich die beiden Bundesländer sind, so sehr können sie auch voneinander profitieren. Berlin weltweit anerkannt als internationale, progressive Start-up-Metropole und Brandenburg mit seinen weiten landwirtschaftlich-ökologischen Anbauflächen ergänzen sich schon seit langer Zeit. Daher wird die Zusammenarbeit auf politischer Ebene immer mehr gefördert. Mit diesem Hintergrund beschlossen die Mitglieder einstimmigen, den Verein von Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. (AIV) in AIV Berlin-Brandenburg umzubenennen.

Seit Jahrzehnten führt der AIV Projekte in der Region Berlin-Brandenburg durch. So vergibt der Verein jährlich den Schinkel-Preis für Nachwuchsarchitekten mit dem Ziel, progressive Ideen zu fördern, die vor allem Berlin und Brandenburg zugutekommen.

„Mit unseren erfolgreichen Schinkel-Wettbewerben leisten wir seit langem einen Beitrag dafür, dass man Berlin und Brandenburg zusammen denkt. Die dabei entstandenen vielfältigen Kontakte nach Brandenburg stellen für uns eine wichtige Vernetzung dar“, erklärte Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender.

Umbenennung kommt passend zum Jubiläum 100. Jahre Groß-Berlin

Angesichts andauernder länderübergreifender Arbeit ist es nahezu überfällig, die Umbenennung durchzuführen. Ausschlaggebend war ein weiteres Ereignis: Das Jubiläum 100 Jahre Groß-Berlin. Anlässlich dieses Geburtstags führt der AIV einen internationalen Städtebaulichen Wettbewerb zur Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg durch. „Deswegen ist es nur folgerichtig, den Schritt der Umbenennung jetzt zu machen, da es uns wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg zu intensivieren.“, betonte Nöfer. Wie vor 100 Jahren spüre man auch heute, dass wichtige politische Reformen anstehen, um der Lebenswirklichkeit des miteinander verwobenen Metropolenraums Berlin-Brandenburg zu entsprechen. „Mit unserem Projekt tragen wir dazu bei, den längst laufenden Diskurs zu einer Länderfusion oder alternativen strukturellen Veränderungen zu verstärken.“, so Nöfer weiter.

Die Ergebnisse des Wettbewerb 100 Jahre Groß-Berlin werden am 16. Juli öffentlich vorgestellt. Ab dem ersten Oktober bis Ende des Jahres findet eine Ausstellung im Kronprinzenpalais statt. (aak)